MICHAEL TAMOSZUS - PHILOSOPHIE

 

MICHAEL TAMOSZUS ZU SEINER KUNST

 

„Holz hat eine Magie ….
Für mich hat Holz eine besondere Fähigkeit. Es lenkt den der es mit dem dafür nötigen Gespür bearbeitet in seiner Intuition. Das naturgewachsene Holz bestimmt selbst und erst dann kreiere ich als Künstler in meiner momentanen Verfassung daraus mein einzigartiges Werk im Einklang. Erst beim Erschaffen entsteht die Form die in erster Linie vom Holz vorgegeben wird und erst dann von mir als Künstler beeinflusst werden kann. Jegliches Holz hat seine eigene Seele die erspürt und freigelegt werden kann. So ist jedes entstandene Exponat eine Symbiose aus der Seele des Holzes und der Seele des Künstlers. Es stellt somit etwas Einzigartiges dar. Ein Unikat aus meiner Verbindung und aus allem was ist“.

 

Der Künstler sagt selbst: „In das entsprechende Holz kann eine Vielzahl von Motiven umgesetzt werden. Figurative Motive, wie Tiere, menschliche Figuren oder Phantasiegestalten, die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt. Dennoch entsteht das Besondere außerhalb sturer Kopien aus der Natur, es entsteht durch das Erfühlen des Materials und dem daraus resultierenden Schaffensprozess mit dem Holz“.

 

 

Als freischaffender Künstler achtet er bewusst auf die naturbezogene Verträglichkeit und Nachhaltigkeit seiner Exponate für Mensch, Natur und Umwelt. Die regional angefallenen Baumfällungen in der Forstwirtschaft und bei privaten Baumfällungen sind im Gegensatz zu ausländischen kostengünstigeren Hölzern die einzige Alternative. Das daraus entnommene Holz dient dem freischaffenden Künstler Michael Tamoszus zur weiteren Nutzung für die Freisetzung seines künstlerischen Ausdrucks. Die Liebe zum Holz und dem Ausdruck der Natur, die sich im Holz widerspiegelt, ist in seinen Exponaten deutlich erkennbar. Auch sogenannte Fehlwüchse oder Verformungen sind willkommene Inspirationen, um aus dem Holz die individuelle Aussage mit dem Ideenreichtum der eigenen Kunst zu vereinbaren. Perfektion, die im unperfekten Wachstum der Struktur des Materials erreicht wird, ist für den Künstler sein Anreiz. Sogenannter unperfekter Holzwuchs wird in die Symbiose, die einer Idee entstammt,  integriert. Das was vom Ursprungsmaterial Holz zum Vorschein kommt, wird erkannt, angenommen und in freier Ausführung zu einem einzigartigen individuellen Exponat des Künstlers. Er folgt der Inspiration der Natur und lässt sich Intuitiv in seiner Freude des Erschaffens führen. Diese Symbiose aus der Natürlichkeit und der eigenen Idee bringt eine völlig neue Verkörperung einer Holzskulptur hervor. Für die Umwelt ist die Art und Weise der handwerklichen Ausführung durch vielseitiges Schnitzen optimiert und der Einsatz der Motorsäge mit umweltverträglichem Kraftstoff und Ressourcenerhaltung minimiert. Die detailverliebte Formgebung geschieht durch Abtragen, erfolgt vorwiegend mit der Kettensäge, Stechbeitel, Feilen, Raspel und weiteren Holzbildhauerwerkzeugen. Gern verwendet er besondere Hölzer wie z. B. von Abrisshäusern aus dem 14 Jahrhundert . Die Struktur des Holzes, die verschiedenste Härtegrade aufweist, bestimmt die Auswahl der Werkzeuge. Hart und dennoch sensibel zugleich erschafft der Künstler Michael Tamoszus fein und genau seine Werke. Erst zerstörerisch wirkend im Prozess des Abbaus im abtragenden Handeln, um dann dem verbleibenden Material eine neue Form zu verleihen. In der Bindung an das gewachsene Material entsteht ein Kraftakt im athletischen Aufwand. Ganz unterschätzt wird die gleichzeitige mentale, sensible Kraft, in Verbindung mit dem körperlichen Einsatz. Schweißtreibende Aktionen, oft im Sommer auf freier Fläche bedürfen eines Trainings in der Gewohnheit. Der Respekt für die Natur und für das Holz ist beim Künstler von vornherein gegeben und es bedarf einer Auseinandersetzung mit dem ständig neu zu entdeckenden Material. Jeder Verlauf im Holz ist ein mit Achtung zu betrachtender Aspekt während des Schaffensprozesses. Achtsamkeit und vorausschauendes Denken sind für das Zusammenwirken der einzelnen Gestaltungsflächen mit Feingefühl zusammen zu bringen. Im kreativen Prozess skizziert, zeichnet, malt und modelliert der Künstler Michael Tamoszus die Ideen im Vorfeld, um einen ersten Eindruck für die Umsetzung zu erschaffen. Orientiert an den innovativen Umsetzungsmöglichkeiten übt er in seiner Vorstellungskraft sein künstlerisches Talent für die Umsetzung seiner individuellen Exponate aus. Seine Visionen in der Umsetzung seines Kunstschaffens erfüllen seine Tatkraft. Alles, was sich im Holzobjekt zeigen will und gleichzeitig seiner Phantasie seines Bewusstseins entspringt, wird durch die Tat im Wirken zum Ausdruck gebracht.

 

 

Der Künstler sagt selbst: “Mein größter Kritiker bin ich selbst und habe Zweifelfreiheit zu üben und die Zufriedenheit erfolgt im Erfühlen, ob die Kunst bereit ist für den Abschluss. Ein Quäntchen Demut ist immer dabei.“

 

Bei dem Künstler Michael Tamoszus geht es um die Balance zwischen Körpereinsatz, Verstandesgenauigkeit und Intuition, die immer im Einklang gefragt und doch zu jeder Zeit unberechenbar sind. Die Selbsteinschätzung spielt eine große Rolle bei den groß angelegten Herausforderungen in Bezug auf Kraft, Zeit, Raum und Kunstausdruck. Das Selbstmanagement ist gefordert für die eigene Sicht auf die Komposition und die Perfektion.

 

Heute sagt Michael Tamoszus: „Mein Bestreben im Leben ist für mich, mich mehr und mehr künstlerisch frei und unabhängig auszudrücken“.

 

 

 

MICHAEL TAMOSZUS - AUSZEICHNUNGEN

 


2023: 3. Platz Team-Weltmeisterschaft

2021: 1. Platz Team-Weltmeisterschaft

2020: 2. Platz Team-Weltmeisterschaft

2018: 1. Platz Scottish Open   

2018: 1. Platz English Open                                                                                       

2017: 2. Platz Einzel-Weltmeisterschaft

2015: 3. Platz Team-Weltmeisterschaft

2008:  3. Platz Echo-Cup Birmingham